FullSizeRender5Die Familie Kremslehner zählt zu den traditionsreichsten Hoteliers Wiens. Die Unternehmensgeschichte beginnt 1896 mit der Übernahme der „Altpilsenetzer Bierhalle“ an der Währinger Straße 1 durch Georg und Christine Kremslehner. Nach und nach verwandeln die beiden das Palais Angerer, in dessen Erdgeschoss sich ihr Lokal befand, zum „Hotel Regina“. 1927 kamen das „Graben Hotel“ und 1931 das „Hotel Royal“ in der Singerstraße dazu. Durch die Übernahme des „Hotel Johann Strauss“ in der Favoritenstraße 12 im Jahr 2011 wuchs die Gruppe auf vier Häuser an. Die Kremslehner Hotels sind jedoch mehr als Stadthotels im Viersterne-Segment. Alle zeichnen sich durch eine authentische, zutiefst wienerische Atmosphäre aus, der Charme eines Familienbetriebs ist überall zu spüren. Seit Anfang an wird großer Wert auf die Gestaltung der Publikumsräume und Zimmer gelegt. Dabei betätigten sich vier Generationen Kremslehner sowohl als Sammler wie auch Auftraggeber. In den Hotels finden sich Familienportraits, Antiquitäten und historische Kupferstiche ebenso wie bemerkenswerte Kunstwerke wie die „Ansicht Wiens 1683“ von Prof. Otto Zeiller.

Johann Strauss Feb.2016-02Das Projekt im „Hotel Johann Strauss“ soll an diese Tradition anknüpfen und auch dem jüngsten Mitglied der Gruppe den typischen Kremslehner-Touch verleihen, ergänzt aber um den Mythos Walzerkönig als Hommage an den Namensgeber des Hotels.
In den öffentlichen Hotelräumen wurde bewusst auf zwei Ikonen der Walzerstadt Wien zurückgegriffen. Das Strauss-Denkmal im Stadtpark ist das  berühmteste Monument Wiens und wurde in unzähligen Nachbildungen weltweit variiert. Schon im Außenbereich des Hotels wurde eine Ansicht des Denkmals angebracht, um den Hotelnamen zu illustrieren. Betritt der Gast die Lobby, wird er von einer Reproduktion des Strauss-Portraits von Eisenmenger begrüßt. Wendet der Gast sich nach rechts, findet er als nächsten Akzent eine Nachschöpfung der Hellmer-Figur im Stadtpark in Originalgröße. Diese steht gegenüber der Rezeption und „dirigiert“ den Gast vom Eingangsbereich in die Zimmer. Als weiteres Zitat wurde das Denkmal auf einem Textildruck in Höhe der Hotelhalle nachgebildet. Die zentrale Strauss-Figur fehlt jedoch – denn der Walzerkönig ist vom Sockel gestiegen und spielt nun in der Lobby.

Eine Nische mit trapezförmigen Grundriss und einem Technikbereich waren bisher ein optisches Problem. Nun wurde diese zum Rahmen für einen perspektivischen Blick in den Goldenen Saal des Musikvereins während des Philharmoniker Balls. Durch das leichte Material des Vorhangs wird dabei ein Effekt wie bei Theaterdekorationen erreicht.